
Nicht mehr ganz so jung wie auf dem Foto oben, aber immer noch der geborene Entertainer. Mein drittes Bernd Begemann-Konzert, mein erstes Bernd Begemann Solo-Konzert und das für mich zweitbeste bis jetzt. Weil mit Band isses schon noch nen Tick besser. Vor allem weil einem dann die furchtbaren Halb-Playbacks und Drumcomputer-Experimente erspart bleiben. Zum Glück war das an diesem Abend aber auch nur drei, vier Mal der Fall.
Aber fangen wir vorne an. Direkt beim ersten Lied riss die H-Saite auf seiner E-Gitarre, noch bevor er auch nur einen Ton gesungen hat. Glücklicherweise fand sich aber ein Gitarrenexperte im Publikum, der die Gitarre im Hintergrund stimmte während Bernd das Publikum mit seinem Drumcomputer unterhielt. Ab da gab es aber keine weiteren Ausfälle zu verzeichenen und das Konzerte konnte beginnen. Mir fällt es schwer die Stimmung des Abends einzufangen, weil man Bernd Begemann-Konzerte irgendwie schlecht beschreiben kann, wenn man noch nie dabeigewesen ist. Er ist anders als andere Liedermacher und man muss sich drauf einlassen, aber dann gibt es kein zurück mehr. Die Lieder klingen immer völlig anders als auf Platte weil er mittendrin die absurdesten Geschichten erzählt und dann weitersingt als ob nichts geschehen wär. Herrlich.
Vom Repertoire her gab es alles was glücklich macht: Bist du Richtigen triffst – nimm mich, Bleib zuhause im Sommer, Fernsehen mit deiner Schwester, Ich habe nichts erreicht außer dir, Judith, mach deinen Abschluuss, Kein Glück im Osten, Oh St. Pauli…, Unsere Band ist am Ende, Unten am Hafen und und und… Dazu jede Menge unveröffentlichtes wie z.B. Ich identifiziere mich nicht mit der Firmenphilosophie oder das absolut hitverdächtige Ikea-Falle. Oh, und U2-Covers gab’s auch noch! Zum Glück auch nur kurz
Nach knapp 3 1/2 Stunden war dieses einzigartige Konzert leider schon zu Ende und alle gingen glücklich nach Hause oder tanzten noch etwas in der Disco.
Und ich freu mich schonmal auf das nächste Konzert von Bernd Begemann im Ex-Haus Trier nächsten Monat.
Bewertung: 5 von 6