23Oktober2005
11:47 pm

Max Goldt in der TUFA Trier (23. Oktober 2005) 

Max Goldt - aber nicht live

Lange nix mehr geschrieben hier…da bietet sich der heutige Besuch einer Lesung von Max Goldt doch an, das Schweigen zu brechen :-)

Zusammen mit Jérôme und Teresa aus der Blog-WG durfte ich nämlich heute Max Goldt live und in Farbe erleben. Wer sich selbst einen Eindruck dieses Abends machen will sollte in der nächsten mal aufmerksam den Saarländischen Rundfunk hören, die haben das ganze nämlich mitgeschnitten und werden demnächst bestimmt auch was davon senden. Leider werd ich davon wahrscheinlich nix mehr mitkriegen, aber ich wollt’s halt mal gesagt haben…

Zum Abend selbst…bisher gelesen hatte ich von Max Goldt ja noch nichts, wohl aber einige Hörbücher gehört, insofern wusste ich ja einigermaßen was mich erwartet. Aber so live live ist halt doch was anderes als aus der Konserve live. Sehr gut fand ich dass es fast nur neue Texte zu hören gab, davon das meiste aus dem Jahre 2005, das neueste vom September 2005 und das älteste von 2003. Jedenfalls kannte ich keine einzige der Geschichten und so kam auch keine Langeweile auf, was man bei einer Lesung von immerhin 2 Stunden sonst ja schon befürchten könnte. So hing man aber gespannt an den Lippen des Herrn Goldt und lauschte seinen Alltagsgeschichten, in denen man so vieles wiedererkennen konnte. Thematisch ging es über den Urlaub auf Malta, die Schönheit des Wortes Rohling-Spindel, die armen Bohrinsel-Arbeiter die keine DVDs kucken können, die komplizierte Bedienung von Digicams, sinnlose Gespräche im alkoholisierten Zustand und und und… Viel zu viel um hier aufzuzählen und man kann nur hoffen dass diese neuen Geschichten auch bald als Hörbuch veröffentlicht werden. Denn die Geschichten profitieren auf jeden Fall von der Art wie sie vorgetragen werden. Da werden sogar aus nicht ganz so tollen Geschichten kleine Kunstwerke.

Als Zugabe gab es nach etwa 2 Stunden dann noch eine kleine Anekdote wie die lesbische Beate aus dem Theater den Beatles zu ihrem Namen verhalf. Und dann war der Abend auch schon wieder vorbei. Meine erste Lesung, aber ganz sicher nicht meine letzte! Warum können (Vor)Lesungen an der Uni eigentlich nicht so interessant sein? ;-)

Oh, und falls noch jemand Max Goldt kucken gehen sollte…bloß kein Szenenapplaus für einzelne Sätze!! Weil…”wir sind ja hier nicht beim Privatfernsehen!” ;-)

Bewertung: 6 von 6

P.S.: Hat nichts mit der Lesung zu, aber…der iPod nano ist in echt wirklich noch viel kleiner als man sich ihn vorstellt. Wirklich viiieeel kleiner!!

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