So, hier nun noch eine kurze Zusammenfassung des diesjährigen Trierer Moselfests…featuring Chock-A-Block, Undercover, 4Deep und Snailshouse
Für mich ging’s samstags mit Chock-A-Block los. Deutlich besser als ich sie in Erinnerung hatte, aber irgendwie doch nicht so ganz mein Ding. Also posen können sie auf jeden Fall ziemlich gut, und musikalisch sind sie auch nicht schlecht, aber…ach ich weiß auch nicht, aber muss man wirklich alles covern? Sowas wie „Westerland“ oder „Zu spät“ will ich live einfach nicht mehr hören, zumindest nicht wenn es genauso klingt wie die Originale aus den 80ern. Das ist albern. Entweder man hat seinen eigenen Stil oder…naja oder eben nicht. Chock-A-Block haben ihn definitiv nicht. Schade eigentlich, denn technisch machen die Jungs schon einen versierten Eindruck… Die selbstkomponierten Stücke konnten bei mir leider auch nichts mehr reißen, durchgehend Balladen… Dann doch lieber nochmal „Ab in den Süden“…oder vielleicht doch „Symphonie“? *argh* Egal, die Stimmung war trotzdem fantastisch, was ja auch irgendwo für die Band spricht. Sie wissen auf jeden Fall wie man Stimmung macht und sie geben dem Radio-Hörer was er will, aber manchmal wäre hier weniger auch mehr gewesen. Und das Problem ist halt auch…ich bin kein Radio-Hörer *g*.
Bewertung: 4 von 6
Am nächsten Abend ging’s dann weiter mit Undercover aus Bitburg. Wer schon dachte der Name wäre unkreativ, der sollte sich das ganze erstmal live reinziehen. Also mit Musik hat das ganze nicht mehr viel zu tun. Eher mit Comedy. Oder war das alles ernst gemeint? Also der Sänger erinnerte mich doch sehr an den David Hasselhoff aus der Baywatch-Phase und ich hab die ganze Zeit vergeblich auf ein „Looking for Freedom“ oder „Crazy for you“ gewartet… Stattdessen gabs aber andere tolle Stücke wie z.B. „Enter Sandman“ oder „Killing in the Name of“ , zu denen prima getanzt wurde. Also auf der Bühne jetzt. Discofox oder so. Tolle Boygroup-Moves. Also ich mein..erstmal Respekt für „Killing in the Name of“! Das hab ich live noch nie von einer Coverband gehört. Musikalisch war’s auch okay und druckvoll und alles, aber…der Sänger…ohje
Fuck you!! i won’t do what you tell me!!! shalalalala, und das dann noch im Chor mit der Sängerin..also sind wir hier bei der Bravo Super Show oder was? Schlimm schlimm schlimm…
Alles getoppt haben sie dann natürlich gegen Ende noch mit „Symphonie“. Also es gibt dieses Jahr ja irgendwie ziemlich viele schlimme „Sommerhits“ (dieses nervige Lonely, der Crazy Frog und was weiß ich noch alles), aber „Symphonie“ bekommt in meiner Hate-List auf jeden Fall einen Ehrenplatz! Also wie gesagt, das Lied an sich ist schon schlimm. Wenn man dann aber nicht mal die Töne treffen kann, sollte man es vielleicht besser sein lassen. Das klingt sonst nämlich alles andere als gut. Und nein, nicht jeder muss ein Popstar werden! Schmeißt euer Leben doch nicht einfach weg!!
Bewertung: 3 von 6
Kommen wir zum heimlichen Highlight des Abends: 4Deep. Hip Hop aus Trier. Es gibt ja mittlerweile schon einige Crews aus Deutschlands ältester Stadt, aber die hier sind echt ganz okay
Wie sich das gehört kamen die Beats natürlich vom Band und dann wurde halt drüber gerappt. Old School Rap. Klang auch insgesamt so wie deutscher Hip Hop vor zirka 10 Jahren mal klang, nicht schlecht, nicht besonders kreativ, aber eigentlich ganz okay. Was dann aber wirklich sehr cool war, war die Hymne an Trier…ein Song namens „Trier City“. Und den will ich hiermit auch direkt jedem ans Herz legen, denn man kann ihn kostenlos von der Website von 4Deep runterladen (hier nochmal als Direktlink: Trier City). Auf der „Trier City“ EP gibt’s übrigens auch noch einen tollen Mahatmahitler (das waren die mit dem Jeremy seiner Gang) Disstrack (Technisches K.O.).
Bewertung: 4 von 6
Am nächsten Abend gab’s dann zum Abschluß schließlich Snailshouse. Die hatte ich jetzt ja schon etwas länger nicht mehr gesehen und gehört und auf dem Altstadtfest ja knapp verpasst. Insofern hab ich natürlich schon einiges erwartet und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Stimmung im Publikum war zwar leider nicht ganz so gut wie z.B. bei Chock-A-Block zwei Tage vorher, aber vielleicht lag das auch am Wochenbeginn. Musikalisch gab’s nämlich absolut nix auszusetzen. Viele Stücke von den letzten beiden Alben, aber natürlich auch mindestens genau so viele Coverstücke, damit die (Noch-)Nicht-Fans auch was zum mitsingen hatten. Unter anderem auch ein bestimmt 10-minütiges AC/DC-Medley, bei dem der Schlagzeuger sich mal wieder richtig die Seele aus dem Leib schreien durfte. Und als weiteres Highlight gab’s dann auch noch ein überlanges Andy-Solo (ebenfalls Schlagzeug) vom Feinsten. Insgesamt knapp 3 Stunden Musik und dann kam der Bus…
Da konnt ich dann z.B. darüber nachdenken warum in diesem Jahr wirklich jede Coverband immer und überall „Runaway“ von Bon Jovi spielen musste. Das Lied ist doch uralt und auch nicht wirklich ein Klassiker gewesen, oder? Also mittlerweile glaub ich ja schon fast dass es doch ein Klassiker war und das ganze nur irgendwie an mir vorbeigegangen ist, aber…also Chock-A-Block haben’s gespielt, Undercover haben’s gespielt und Snailshouse auch (die übrigens noch am besten von allen, aber trotzdem nervt das Lied gewaltig). Übrigens wird das Lied auch sehr gerne in Verbindung mit „It’s My Life“ gespielt, nur mal so als Vorwarnung
Bewertung: 5 von 6
Naja egal, war auf jeden Fall ein schönes verlängertes Wochenende mit toller, zudem noch kostenloser, Musik. Und der Wein war natürlich auch nicht zu verachten





