Das Rocco del Schlacko hat ja mittlerweile wirklich Tradition (siehe dazu auch mein Eintrag zum Rocco del Schlacko 2004). Und so durfte ich auch in diesem Jahr zusammen mit Sabine und Anke viele tolle, zum Teil noch recht neue, Bands erleben. Dieses Jahr gesehen und gehört: Koufax, Muff Potter, Biffy Clyro, Slut, Moneybrother und Wir sind Helden. Dieses Jahr nicht gesehen: Crash My Deville, Greedy Bees und Reminder. Aber da hab ich wohl auch nix verpasst, oder?
Los ging’s für uns gegen 17 Uhr mit Koufax. An besonders viel kann ich mich leider nicht mehr erinnern, da ich von denen auch vorher noch nie was gehört hab. Aber die kommen dieses Jahr bestimmt noch ganz groß raus
Also schlecht war’s auf keinen Fall. Netter Indie-Rock würd ich sagen..was aber vor allem in Erinnerung bleibt..Haaaaaaare
Danach gab’s dann erstmal noch nen kleinen Rundgang übers Festivalgelände und nen Espresso bzw. ne Latte zum Wachwerden. Und außerdem mußten wir ja auch vor Muff Potter flüchten. Also ich weiß ja nicht was man an denen gut finden kann, aber…also irgendwie haben wir immer das “Glück” die zu sehen. Letztes Jahr als Vorgruppe der besten Band der Welt und jetzt halt nochmal auf dem Rocco. Wobei ich sagen muss dass ich sie schon besser fand als letzets Jahr, aber so ganz mein Fall ist das immer noch nicht. Die klingen live wie ne Mischung aus den Onkelz und Tocotronic, und das ist nicht unbedingt als Kompliment gemeint.
Nach “Maff Podder” ging’s dann nochmal quer über’s Gelände was essen. Denn man musste ja fit sein für die Headliner des Abends: Slut, Moneybrother und Wir sind Helden. Zuerst spielten aber noch Biffy Clyro. Ja was soll ich sagen…im Infoheftchen steht zu Biffy Clyo folgendes: Laut und leis, harmonisch und schräg, hart und weich. Das sind die Töne und Melodien, die Biff Clyro am liebsten anschlagen.. Also live bedeutete das vor allem laut, schräg und hart. Jetzt nicht so dass es weh getan hat, aber auch nicht so ganz mein Fall…
Danach sollte es dann aber endlich, eeeeeeendlich zum Hauptteil übergehen: Slut. Die fünf symphatischen Männer aus Ingolstadt spielten einen soliden Set und rissen das Publikum in Scharen mit. Hier wurde endlich richtig gerockt, ohne dabei aber die schönen Melodien zu vergessen. Viel vom neuen Album, einige Klassiker, natürlich auch die aktuelle Single “Why Pourquoi”, hier hat alles gestimmt. Insgesamt war der Auftritt vielleicht etwas zu kurz, aber so ist das halt auf Festivals…
Bewertung: 5 von 6
Besonders gespannt war ich auf Moneybrother aus Schweden. Den kannte ich ja bisher nur aus Sarah Kuttner – die Show und hatte musikalisch noch nicht wirklich viel von ihm gehört. Umso überraschter war ich als auf einmal ein Saxophonist auf die Bühne kam und die Band das Konzert mit einer gehörigen Portion Funk eröffnete. Und noch überraschter war ich als das die ganze Zeit so weiterging. Moneybrother ist funky, Moneybrother macht Jazz, aber Moneybrother rockt auch dazu. Also das war echt ne interessante Mischung, die ich so auf keinen Fall erwartet hätte. Wer die Chance dazu hat, sollte sich auf jeden Fall noch Tickets für die aktuelle Tour sichern!
Bewertung: 5 von 6
Zu guter letzt gab’s dann mit einiger Verspätung noch Wir sind Helden. Nach dem aktuellen Album und einigen Live-Ausschnitten aus dem Fernsehen war meine Erwartungshaltung schon ziemlich groß, aber ich wurde nicht enttäuscht. Die Helden spielten sehr viele Stücke vom neuen Album, was ich sehr mutig fand, und naütrlich auch noch einige “Klassiker” vom ersten Album. Die neuen Stücke haben live sehr gut funktioniert und auch das Publikum hat mitgesungen wie bei den anderen Sachen auch. Und das obwohl das neue Album doch noch gar nicht so lange draußen ist… Die Stimmung war auf jeden Fall hervorragend und das Konzert über jeden Zweifel erhaben. Da vergißt man auch glatt die Tonaussetzer während dem ersten Stück 
Bewertung: 6 von 6
Gegen 2 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Sichtlich erschöpft, aber auch sehr glücklich. Es war wieder ein schönes und auch sehr abwechslungsreiches Schlacko. Und sogar das Wetter hat mitgespielt. So soll es sein
Die Konzertkritik von Anke ist übrigens unter happylinchen.de online.