| Album der Woche 3/2005: Wise Guys – Wo der Pfeffer wächst | Musikmesse Frankfurt 2005, 9. April 2005 |
11:59 pm
Project 54 im Cubiculum Trier, 02.04.2005

Project 54 ist eine lokale Band aus dem Konzer Raum, die mit Vorliebe Puporoska spielt, also eine Mischung aus Punk, Pop, Rock und Ska. Nachdem ich vor einigen Jahren schon recht angetan von der ersten Demo CD war, konnte ich die Jungs jetzt endlich live auf der „Back Again Tour 2005“ sehen. Und ich muss schon sagen..die haben gerockt! In der gemütlichen Atmosphäre der Kellerkneipe „Cubiculum“ konnte man bei einer leckeren Pizza bzw. einem leckeren Pizzasalat den Klängen einer der 25 besten Bands aus Rheinland-Pfalz lauschen. Denn Project 54 nehmen am Rockbuster Bandwettbewerb teil und haben es schonmal unter die ersten 25 geschafft, wenn ich das richtig verstanden hab. Und das ist doch schonmal ein guter Anfang
Aber kommen wir zum Konzert. Pünktlich um halb 10 (okay, es sollte eigentlich um 8 los gehen, aber da war ja noch niemand da) ging‘s los. Das Cubiculum war mittlerweile gut gefüllt und die Band in bester Spiellaune. Alle Bandmitglieder waren im einheitlichen neuen Band-Look gekleidet, nämlich in roten Puporoska Shirts. Dies sollte unmissverständlich klarmachen, was es heute auf die Ohren gibt, nämlich …genau: Puporoska. Die Auswahl der Musikstücke war zweigeteilt: jeweils zur Hälfte eigene Stücke (auch schon viele neue vom kommenden Album) und Coverversionen von Bands wie Green Day, Blink 182 oder Die Ärzte. Sehr beeindruckend fand ich „By the Way“ von den Red Hot Chili Peppers. Wirklich fast so gut wie das Original. Vielleicht sogar besser, wenn man bedenkt dass Anthony Kiedis nicht wirklich ein guter Live-Sänger ist. Und hier hat wirklich alles gestimmt: Schlagzeug und Gitarre groovten ohne Ende und auch der Bass wurde geslappt als ob es kein Morgen gäbe. Dazu dann noch die Stimme des Managers, Gitarristen und Sängers Paddy, dem mit der „größten Klappe und dem kleinsten Auto“, der passend zum Song abwechselnd geshoutet und gesungen hat. Was will man mehr?
Ein paar Überraschungen gab‘s auch noch, so z.B. eine täuschend echte Imitation von Shaggy durch den Schlagzeuger Rony bei der Coverversion von „Angel“. Am beeindrucksten fand ich aber, wie sehr das Publikum mitgegangen ist. Bei so ner kleinen lokalen Band ja wirklich nicht selbstverständlich, auch wenn‘s ein halbes Heimspiel war. Aber wie dann auch alle den Refrain von „Stop“ gesungen haben, dem heimlichen Hit von Project 54, das hatte schon was. Einziger Wehrmutstropfen waren die etwas zu leise abgemischte Gitarre und der etwas zu leise Gesang. Was aber wirklich zu verschmerzen war, denn das ganze hatte auch so immer noch genug Power. Und die Ansagen zwischen den Songs hat man ja auch prima verstanden.
Nach guten 2 Stunden und einigen Zugaben war das Konzert dann natürlich wieder viel zu schnell rum, aber so ist das halt wenn‘s schön ist. Man kann die Zeit nicht anhalten und sie will auch partout nicht langsamer gehen…
Wer sich jetzt selbst nen Eindruck von Project 54 machen möchte, sollte einfach mal bei Rockbuster reinschauen. Da kann man sich nämlich ein neues Stück namens When I runterladen. Und jetzt soll noch einer sagen, er wisse nicht was Puporoska ist …
Achja, Bilder vom Auftritt gibt‘s übrigens auch, und zwar direkt auf der Project 54 Website. Und uns gibt‘s hier (vlnr: Sabine, Claudia, Thomas, Stefan, Nicole, ich, Andi):

Bewertung: 5 von 6
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