Archive for April, 2005

19April2005

Die Zeit

ich bin heut morgen aufgewacht
nach ner viel zu kurzen Nacht
was hab ich nur mit der ganzen Zeit gemacht
ich hab sie vor der Glotze umgebracht

Gestern kam ich endlich mal wieder dazu ein bisschen Musik aufzunehmen. Nachdem dann gestern Abend schon das Grundgerüst stand, hab ich heute morgen noch etwas dran rumgefeilt. Und nach gerade mal 4 Stunden von der ersten Idee bis zum fertigen Stück präsentiere ich…”Die Zeit”.
Fette Beats treffen fette Bässe mitten in die Fresse. Ähm nee, nicht wirklich. Aber Schlagzeug ist schon dabei, Bass natürlich auch, ein, zwei Synthies und natürlich meine geliebte E-Gitarre. Dazu dann noch meine Stimme durch’s Megaphon gejagt. Joar. Musikrichtung? Von allem etwas. Keine Ahnung. Überlass ich euch. Viel Spaß!

“Die Zeit” als MP3 runterladen oder
“Die Zeit” als AAC runterladen

Homestudio

 

Brigittes Produktionen lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Breakz, Bass, Melodie und ein eigenwilliges Gefühl für Musik. Ihre „Le Fleuve Profond EP“ weist den Weg von Old-Skool TripHop über Ambient Jungle hin zu ihrer neuen Heimat: Tokio. „Désintoxication“ setzt gekonnt den Punkt und berichtet von der absorbierten Welt der Japaner in der Manga, epische Apokalypse und Hoffnungsschimmer aufeinandertreffen. Denn Träume sind am dichtesten in der Dämmerung, wenn der Vibe der Nachtmusik einen ergreift.

Na, macht das neugierig? Dann bitte sofort auf die iDEOLOGY Website wechseln und die fantastische EP „Le Fleuve Profond“ von Brigitte Bijoux runterladen. Enstpannte Elektronik vom Feinsten!
Überhaupt scheint es bei iDEOLOGY noch viele weitere nette und vor allem sogar kostenlose Veröffentlichungen zu geben.

 

Nine Inch Nails Wer schon immer mal Nine Inch Nails remixen wollte und zudem noch Mac-User und Besitzer von Garage Band 2 ist, kann dies nun tun. Auf der offiziellen Website von Nine Inch Nails gibt es seit gestern die aktuelle Single „The Hand That Feeds“ als Garage Band 2-Projekt zum kostenlosen Download.
Ne coole Sache und auch lehrreich für Musiker die mit Remixen nix am Hut haben. Denn so kann man zumindest etwas hinter die Kulissen der professionellen Musikproduktion kucken. Auch wenn Trent Reznor das Stück ursprünglich natürlich nicht mit Garage Band, sondern mit Pro Tools aufgenommen und gemischt hat. Daher sind viele Effekte schon in die einzelnen Spuren mit eingerechnet und man kann nicht ganz so viel ändern wie man vielleicht will. Aber trotz allem macht es immer noch gehörig viel Spaß und Lust auf mehr :-)

 

Auf thiswayup.de gibt‘s seit vorgestern wieder einige Bootlegs zum Download. Sehr empfehlenswert sind dabei die Mitschnitte der Unplugged-Konzerte von Olli Schulz (inklusive der noch unveröffentlichten Stücke „Backstage Baby“, „Faustschlag ins Herz“ und „Irgendwann scheint wieder Licht, nur nicht für mich“) und Kettcar (soweit ich weiß das einzige Kettcar Unplugged Konzert überhaupt). Die Qualität ist natürlich nicht mit einem offiziellen Mitschnitt vergleichbar, aber diese Akustikversionen sind einfach einmalig …

Kettcar

[Update: Der Server hat eine Downloadbeschränkung und im Moment kann man leider nichts runterladen. Vielleicht einfach die Tage nochmal probieren. Es lohnt sich auf jeden Fall!]

 
12April2005

Der Tiger kommt

In knapp 2 Wochen, genauer gesagt am 29. April, erscheint endlich Mac OS X Tiger. An das neue Design der Apple-Website muss ich mich aber erst noch gewöhnen …
Mac OS X Tiger

 

Alle Jahre wieder …kommt die Musikmesse nach Frankfurt. Und wer darf da auf keinen Fall fehlen? Richtig, ich natürlich :-) Mittlerweile hat es schon Tradition, dass Sabine und ich uns morgens in aller Frühe (um 6.00 Uhr, um genau zu sein) auf den Weg nach Frankfurt machen, und erst viele Stunden später (so gegen 22.00 Uhr etwa) wieder im Heimathafen einlaufen. Denn viel zu sehen gibt es in Frankfurt immer, und daher sollte man schon etwas Zeit mitbringen …

Das Messegelände
Nachdem wir mit einiger Verspätung (erwähnte ich schon dass wir mit der Deutschen Bahn gefahren sind? Dürfte aufgrund der Verspätung ja eigentlich klar sein..) endlich in Frankfurt ankamen, hieß der erste Stopp Festhalle bzw. Music Hall. Denn um 11 Uhr spielte dort Thomas Lang. Da der letzte Besuch ja doch schon ein Jahr her war, sind wir erst wieder ein bisschen rumgeirrt, haben den Saal dann aber doch noch rechtzeitig gefunden, und uns einen guten Platz in den vorderen Reihen sichern können. Wem der Name Thomas Lang nichts sagt …er ist einer der besten Schlagzeuger der Welt, kommt aus Österreich, und hat schon mit so ziemlich jedem gespielt, der Rang und Namen hat, so z.B. auch mit Robbie Williams oder Ozzy Osbourne, nur um mal zwei Extreme zu nennen. Das sagt aber alles herzlich wenig über seine Fähigkeiten aus, denn er ist wirklich ein Ausnahmeschlagzeuger, und vom Zuschauen und Zuhören kann man schon blass werden. Los ging‘s mit einer kraftvollen Improvisation über „Jam“ von Michael Jackson, danach kam eine Drum‘n‘Bass Nummer (Drum‘n‘Bass-Rhythmen, die von einem menschlichen Schlagzeuger live gespielt werden, faszinieren mich seit eh und je) und zum Abschluß noch ein bestimmt 20-minütiges Freestyle-Schlagzeugsolo. Thomas Lang spielte auf einem Schlagzeug, auf dem er nach eigener Aussage noch nie vorher geübt hat, und man fragt sich wirklich, zu was dieser Mensch sonst noch fähig ist, wenn er vorher übt. Unglaublich. Nach der halbstündigen Performance hätte man ohne schlechtes Gewissen schon wieder nach Hause fahren können, und es hätte sich trotzdem gelohnt. Aber es gab ja noch sooo viel zu sehen …

Campus Unplugged
Um 12:00 stand ursprünglich Monta Unplugged auf dem Programm. Allerdings ist der Tobias von Monta am heutigen Tage Vater geworden, und hatte daher verständlicherweise besseres zu tun. Als Ersatz spielten Campus zum zweiten Mal für den Tag. Obwohl wir die ja eigentlich gar nicht sehen wollten, war es gar nicht mal so schlecht. Ein bisschen zu glattpoliert für meinen Geschmack, aber das könnte natürlich auch am Unplugged-Gewand gelegen haben. Und vielleicht wachsen die Songs ja auch mit der Zeit. Nach ein paar Stücken sind wir dann jedenfalls erstmal weiter gezogen, um noch ein bisschen was von der Messe zu sehen, bevor es mit den Konzerten weiterging. Denn mittlerweile kann man locker den ganzen Tag auf der Musikmesse ausschließlich mit Konzerte anschauen verbringen. Aber das ist ja nicht (ausschließlich ;-) Sinn der Sache..

Ibanez and the World of H.R. Giger
Während Sabine sich den Schlagzeugen zugewandt hat, hab ich mich erstmal wieder dem Ibanez Stand genähert. Meiner Meinung nach machen die ja immer noch die schönsten und vor allem auch am besten zu spielenden Gitarren. Leider ließ sich das neue Modell von Joe Satriani diesmal nicht antesten, aber rein optisch macht es wie immer einen sehr guten Eindruck. Dafür gab‘s aber erstmalig sehr interessante Gitarren zu sehen, die eine Symbiose mit der Kunst des Schweizer Surrealisten H.R. Giger eingingen.

Nachdem wir uns dann noch ein paar Schlagzeuge angesehen und überall draufgehauen hatten, wo man besser nicht draufhauen sollte, gingen wir wieder zum Stand zurück, an dem vorher Campus gespielt hatten. Denn um 14 Uhr sollte es mit Virginia Jetzt! weitergehen. Als wir kamen, war aber noch Wolfgang Niedecken von BAP da, der vorher gespielt hatte und gab Autogramme. Da so wenig Betrieb war, hab ich mir halt auch noch schnell eins geholt. BAP haben bzw. hatten ja doch ein paar gute Songs. Und wenn man schonmal die Gelegenheit hat..

Virginia Jetzt! Unplugged
Naja, kurz danach ging‘s dann aber wirklich mit VJ! Unplugged los. Zumindest mit 3/4 von VJ!, denn Mathias, der Bassist, war noch im Urlaub in Mexiko. Also hat Nino, der Sänger und zweite Gitarrist, ab und zu Mal den Bass gespielt. Ansonsten ging‘s aber auch ganz gut mit zwei Gitarren und einem Cajon . Nachdem sich Nino, der heute (mal wieder) mit schwarzer Hornbrille und 5-Tage-Bart aufkreuzte, direkt mal mit einem Schni-Schna-Schnappi-Soundcheck unbeliebt machte, konnte er mit seinem roten Weezer T-Shirt bei mir wieder Punkte gutmachen. Dieses T-Shirt hätte ich nämlich auch gerne ;-) Naja, aber kommen wir zum Konzert. Wie schon von der „Anhänger“ CD bekannt, gab es heute die schönsten Stücke von Virginia Jetzt! in Unplugged-Versionen zu hören. Neben „Das ganz normale Leben“, „Liebeslieder“, „Du musst dahin, wo‘s weh tut“ und „Der Himmel über Berlin“ gab es auch ein paar Klassiker vom ersten Album, so beispielsweise „Von guten Eltern“, bei dem Thomas auf einmal ruckartig von seinem Platz aufsprang, sich auf die Knie warf und das E-Gitarren-Solo auf der Akustik-Gitarre spielen wollte. Doof nur, dass dabei das Kabel aus der Gitarre rausging und man – unplugged hin oder her – nicht mehr wirklich viel gehört hat. Nachdem das Kabel wieder drin war, hat er‘s dann einfach noch mal probiert und diesmal hat‘s auch prima geklappt und ich konnte sogar noch ein Bild machen. Heimliches Highlight war „Ein ganz Sommer“ mit ganz viel Publikumsbeteiligung. Nach der Zeile „Zuerst kommt der Blitz“ sollte jeder im Publikum seine linke Hand heben und „buuuuuh“ rufen. Hat nicht wirklich gut geklappt, aber nach einigem Üben dann doch mehr recht als schlecht. Als Belohnung wollte uns Thomas dann eigentlich noch erzählen wo es auf der Messe kostenlose Plektren für die Gitarre gibt, aber dazu kam es leider nie.. Dafür gab‘s aber Tipps wie man sich auf der Musikmesse zu verhalten hat. Vor allem in der Drummerhalle. Nachdem man sich einen Stick besorgt hat (egal ob legal oder illegal), sollte man einfach auf alles draufhauen das einen Klang von sich geben könnte und dabei immer etwas mürrisch dreinschauen, nach dem Motto: naja, da bin ich aber besseres gewohnt ;-) Und unqualifizierte Fragen aller Art sind bei den Händlern natürlich auch äußerst beliebt. Leider war das eigentliche Konzert dann wieder viel zu schnell vorbei. Immerhin wurden noch geduldig Autogrammwünsche erfüllt. Und als Lückenfüller bis zum nächsten VJ!-Konzert war‘s dann doch nicht zu verachten.

Nova International Unplugged
Als letztes Konzert der Messe stand schließlich noch Nova International auf der Tagesliste. Wo eben noch VJ! gespielt haben, ging es jetzt im Unplugged Gewand mit der symphatischen Band aus Augsburg weiter. Nach dem Opener „Favourite Girl“ gab‘s eigentlich ausschließlich Stücke vom neuen, bis jetzt noch nicht veröffentlichten, Album „Bored“. Da gab‘s dann auch mal ne Punknummer im Swing-Gewand, Triola-Solos inklusive ;-) Überhaupt waren die Jungs sehr gut gelaunt und auch sehr spielfreudig aufgelegt. Und das neue Album dürfte wieder richtig gut werden. Zumindest wurden die Erwartungen während dem Konzert in die Höhe geschraubt.

Bewertung: Für VJ! und Nova vergeb ich zusammen mal 5 von 6 Punkten.

Viel besser geht‘s wirklich nicht mehr und ich hoffe dass diese Unplugged-Konzerte noch viele Jahre erhalten bleiben …

Zum Abschluß ging‘s noch einmal quer über die Messe, durch die Keyboard-Halle, wo auch Apple ausstellte (da gab‘s allerdings nicht wirklich was neues für mich) und zu Roland Stofftaschen abstauben (das hat Tradition :-) . Von einer kurzen Keyboardpräsentation (ich weiß schon gar nicht mehr welche Firma das was, ist vielleicht auch besser so) war ich dann noch recht enttäuscht. Das klang fast noch schlimmer als mein Keyboard, das mittlerweile schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hat. So schnell die Entwicklung in der Computerbranche momentan auch voranschreiten mag, was Keyboards angeht, scheint die Zeit stillzusehen. Das mag schön für Nostalgiker sein, aber alle anderen dürfen sich mit Recht fragen warum sie für veraltete Technik in einem schicken neuen Gehäuse soviel Geld bezahlten sollten. Aber diese kurze Episode konnte den Messebesuch natürlich nicht trüben, sondern sollte hier auch eigentlich nur eine kleine kritische Anmerkung werden ;-)
Alles in allem war der Tag nämlich sehr sehr toll und ich werde eh nur die Highlights in Erinnerung behalten. Und vielleicht auch noch die ein oder andere Episode, die hier keinen Platz mehr gefunden hat..

Wasserspiele auf der Frankfurter Messe
Wer noch ein paar Impressionen von der Messe haben möchte, kann sich die Fotos in meinem Musikmesse Frankfurt 2005 Album als Diashow bei flickr ansehen. Um wem das noch nicht reicht, der schaut einfach zusätzlich noch bei Sabine rein. Viel Spaß :-)

 

Project 54

Project 54 ist eine lokale Band aus dem Konzer Raum, die mit Vorliebe Puporoska spielt, also eine Mischung aus Punk, Pop, Rock und Ska. Nachdem ich vor einigen Jahren schon recht angetan von der ersten Demo CD war, konnte ich die Jungs jetzt endlich live auf der „Back Again Tour 2005“ sehen. Und ich muss schon sagen..die haben gerockt! In der gemütlichen Atmosphäre der Kellerkneipe „Cubiculum“ konnte man bei einer leckeren Pizza bzw. einem leckeren Pizzasalat den Klängen einer der 25 besten Bands aus Rheinland-Pfalz lauschen. Denn Project 54 nehmen am Rockbuster Bandwettbewerb teil und haben es schonmal unter die ersten 25 geschafft, wenn ich das richtig verstanden hab. Und das ist doch schonmal ein guter Anfang :-)

Aber kommen wir zum Konzert. Pünktlich um halb 10 (okay, es sollte eigentlich um 8 los gehen, aber da war ja noch niemand da) ging‘s los. Das Cubiculum war mittlerweile gut gefüllt und die Band in bester Spiellaune. Alle Bandmitglieder waren im einheitlichen neuen Band-Look gekleidet, nämlich in roten Puporoska Shirts. Dies sollte unmissverständlich klarmachen, was es heute auf die Ohren gibt, nämlich …genau: Puporoska. Die Auswahl der Musikstücke war zweigeteilt: jeweils zur Hälfte eigene Stücke (auch schon viele neue vom kommenden Album) und Coverversionen von Bands wie Green Day, Blink 182 oder Die Ärzte. Sehr beeindruckend fand ich „By the Way“ von den Red Hot Chili Peppers. Wirklich fast so gut wie das Original. Vielleicht sogar besser, wenn man bedenkt dass Anthony Kiedis nicht wirklich ein guter Live-Sänger ist. Und hier hat wirklich alles gestimmt: Schlagzeug und Gitarre groovten ohne Ende und auch der Bass wurde geslappt als ob es kein Morgen gäbe. Dazu dann noch die Stimme des Managers, Gitarristen und Sängers Paddy, dem mit der „größten Klappe und dem kleinsten Auto“, der passend zum Song abwechselnd geshoutet und gesungen hat. Was will man mehr?

Ein paar Überraschungen gab‘s auch noch, so z.B. eine täuschend echte Imitation von Shaggy durch den Schlagzeuger Rony bei der Coverversion von „Angel“. Am beeindrucksten fand ich aber, wie sehr das Publikum mitgegangen ist. Bei so ner kleinen lokalen Band ja wirklich nicht selbstverständlich, auch wenn‘s ein halbes Heimspiel war. Aber wie dann auch alle den Refrain von „Stop“ gesungen haben, dem heimlichen Hit von Project 54, das hatte schon was. Einziger Wehrmutstropfen waren die etwas zu leise abgemischte Gitarre und der etwas zu leise Gesang. Was aber wirklich zu verschmerzen war, denn das ganze hatte auch so immer noch genug Power. Und die Ansagen zwischen den Songs hat man ja auch prima verstanden.
Nach guten 2 Stunden und einigen Zugaben war das Konzert dann natürlich wieder viel zu schnell rum, aber so ist das halt wenn‘s schön ist. Man kann die Zeit nicht anhalten und sie will auch partout nicht langsamer gehen…

Wer sich jetzt selbst nen Eindruck von Project 54 machen möchte, sollte einfach mal bei Rockbuster reinschauen. Da kann man sich nämlich ein neues Stück namens When I runterladen. Und jetzt soll noch einer sagen, er wisse nicht was Puporoska ist …

Achja, Bilder vom Auftritt gibt‘s übrigens auch, und zwar direkt auf der Project 54 Website. Und uns gibt‘s hier (vlnr: Sabine, Claudia, Thomas, Stefan, Nicole, ich, Andi):
die Project 54 Fans

Bewertung: 5 von 6