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4:58 pm
Fleisch ist mein Gemüse
Vor ein paar Tagen habe ich endlich mit dem Buch Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk angefangen, welches ich schon zu Weihnachten bekommen habe, und es dann auch quasi in einem Rutsch durchgelesen. „Fleisch ist mein Gemüse“ ist die tragisch-komische Autobiografie von Heinz Strunk. Eine Geschichte über seine Zeit als Mucker in der Tanzband „Tiffanys“, seine Probleme mit Acne Conglobata und natürlich Frauen. Tanzmucker bewegten sich mit ihrem Sozialprestige ungefähr auf dem Niveau von Aushilfskellnern. Man wurde nicht als Musiker wahrgenommen, sondern als ganz armes Würstchen, das auf der Bühne herumhampeln muss, damit es finanziell irgendwie reicht.
Wer sich nicht schon von Titel und/oder Umschlaggestaltung abschrecken lässt, wird mit einer zwar irgendwie tristen, aber doch nie den Sinn für Humor verlierenden Geschichte belohnt, die erzählt wie es war, in dem Arbeiterviertel Harburg aufzuwachsen und als Musiker zweiter Klasse im Schattenreich der Tanzmusik seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das Buch ist gespickt mit allerlei Zitaten aus der populären Tanzmusik und ich musste des öfteren laut auflachen, da die Songtexte teilweise doch in einen sehr bizarren Kontext gestellt werden.
Interessant war, dass ich gestern beim rumzappen zufällig bei 3 nach 9 hängengeblieben bin und gerade noch den letzten Talkgast miterleben konnte …eben Heinz Strunk. Nach dem Einspieler war ich ja erstmal etwas geschockt, denn man sah Videoaufnahmen aus seiner Jugend, eben aus seinen Jahren als Saxophonist bei „Tiffanys“. Hatte ich vorher noch Zweifel gehegt, ob das Buch wirklich autobiographisch war, hatte ich nun die Gewissheit. Ohje, der arme Heinzer …
Heinz Strunk hat dann auch noch eine kleine Kostprobe seines musikalischen Könnens auf dem Saxophon gegeben und auch ein paar Seiten aus dem Buch vorgelesen. Und ich muss schon sagen dass ich mir jetzt wirklich eine Hörbuchfassung von „Fleisch ist mein Gemüse“ wünsche. Denn Heinz Strunk gab jeder Figur ihren eigenen Charakter und füllte sie mit Leben, und das noch mehr als im Buch sowieso schon geschehen …
Übrigens, Bilder von „Tiffanys“ gibt‘s auf der Seite von Heinz Strunk und eine wirklich gut geschriebene Rezension zum Buch beim Titel-Magazin.
Und vielleicht sollte ich mir auch endlich mal was von Studio Braun besorgen …

also, ich hab mir das buch auch zu weihnachten schenken lassen. und fands nicht so super. sehr eintönig geschrieben, ziemlich langweilige lektüre. hatte mehr davon erwartet.
…und ich wiederum fand es absolut großartig! es hat mich so gebannt, dass ich es nach dem ersten verschlingen (praktisch am stück) direkt noch 2 weitere male gelesen habe.
))
und ich kanns gar nicht erwarten, den FILM zu sehen!! das wird geil!