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9:56 pm
Album der Woche 1/2005: Die Prinzen – HardChor
Da ich im letzten Jahre solche Probleme hatte meine Lieblingsplatten zusammenzustellen, möchte ich dieses Jahr direkt mal mit meinem guten Vorsatz beginnen und versuchen, jede Woche eine kleine Plattenkritik zu meinem aktuellen Lieblingsalbum zu machen. Ob das Album dabei aktuell ist oder schon etwas älter spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur dass es mir gefällt.
Los geht’s mit dem aktuellen Album der Prinzen…
Knapp anderthalb Jahre waren Die Prinzen weg von der Bildfläche; jetzt sind sie mit ihrem neuen Album “HardChor” zurück. Nachdem ich die Prinzen so richtig intensiv vor knapp 13 Jahren gehört hatte, war es irgendwie an der Zeit mal in was aktuelles reinzuhören, und die Hörproben aus dem iTunes Music Store haben mich dann auch gleich in ihren Bann gezogen. Zu Weihnachten lag das Album unter dem Baum, und ich bin sehr zufrieden und auch überrascht.
Die Prinzen haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, sowohl musikalisch als auch textlich. Auffallend beim neuen Album ist der bunte Stilmix und die ausschließliche Verwendung von akustischen Instrumenten, welche perfekt mit dem fünf-stimmigen Chorgesang harmonieren. Die meisten Lieder wurden von einzelnen Mitgliedern geschrieben und nicht von allen zusammen, was aber gar nichts macht, sondern im Gegenteil verantwortlich für eine große Vielfalt ist und das Album erst so richtig interessant macht. Langeweile ist hier nämlich ein Fremdwort, im Gegenteil, man drückt nach den knapp 40 Minuten Spielzeit unweigerlich nochmal auf Play oder stellt den Player direkt auf Repeat All.
Gehen wir die Titel mal kurz durch.. Los geht’s mit “Zu dir – zu mir?”, welches einen leicht swingend direkt in die positive Grundstimmung des Albums eintauchen lässt. Auch “Unspektakulär” swingt weiter und lässt einen unweigerlich mitwippen. Nach “Glücklich” folgt mit “Bevor” ein Titel, der aktueller nicht sein könnte…
Und als der Fluss übers Ufer kam
Was ich im Fernsehen sah
War’s nicht meine Habe, die er mit sich nahm
Und doch kam’s diesmal schon sehr nah
Ich kam bisher immer noch glimpflich davon
Fand immer ein schützendes TorDoch die große Flut, die ganz große Flut
Die steht uns wohl noch bevor
Dann folgt ein etwas ruhigerer Teil mit melancholischen Liebesliedern, wie z.B. das wunderschöne “Sterne”:
Ich frag die Sterne ob sie wissen
Wie sehr wir uns vermissen
Ich frag den Mond am Firmament
Ob er deinen Namen kennt
Ich seh den Himmel an
Und weiß nicht, wie ich dich erreichen kann
Ich frag die Wolken über mir
Warum bist du jetzt nicht hier
Danach geht es wieder sehr chillig und groovig (ihr wisst schon was ich meine
weiter mit “Locker bleiben”. Textprobe gefällig?
Locker, locker, locker bleiben
Locker, locker, locker, locker schön die Zeit vertreiben
Und entspannt mit allen Vier’n auf dem Boden bleiben
Sieh das Leben als Genuss, so wie Süßigkeiten
Nach einem Ausflug in Country-Gefilde (“Shampoo & Conditioner”) und einem Trip nach Indien (“Guru”) gibt es zum Schluß noch einen kleinen Demonstrier/Revolutions-Block, bestehend aus der aktuellen Single “Unsicherheit macht sich breit”, “Revolution” und “Demonstrieren geh’n”:
Lass uns doch ein bisschen demonstrieren geh’n
Und wenn es regnen sollte – bleiben wir zu Haus
Meine Anspieltipps: Zu dir – zu mir?, Unspektakulär, Sterne, Locker bleiben, Ich mag Frauen
Positiv hervorzuheben ist noch das dieses Album ohne Kopierschutz im Handel erhältlich ist. Das ist ja in der heutigen Zeit leider eine Seltenheit geworden. Insofern…Daumen hoch
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