Archive for Dezember, 2004

29Dezember2004

Best of 2004

Ich hab jetzt lange mit mir gerungen, Besten-Listen für das Jahr 2004 zusammenzustellen, weil gerade im Musik-Bereich sooo viele tolle Sachen rauskamen dass ich mich kaum entscheiden konnte. Aber ohne Gewähr gibt es hier meine Top 20 ohne besondere Reihenfolge:

  • The Hives: Tyrannosaurus Hives
  • Beastie Boys: To the 5 Boroughs
  • Prince: Musicology
  • Rooney: Rooney
  • Die toten Hosen: Zurück zum Glück
  • Jamie Cullum: Twentysomething
  • Naomi: Pappelallee
  • Clueso: Gute Musik
  • Juli: Es ist Juli
  • Belle & Sebastian: Dear Catastrophe Waitress
  • N.E.R.D.: Fly or Die
  • Anajo: Nah bei mir
  • Badly Drawn Boy: One Plus One Is One
  • Virginia Jetzt!: Anfänger
  • Bernd Begemann & die Befreiung: Unsere Liebe ist ein Aufstand
  • Adam Green: Friends of Mine
  • Donavon Frankenreiter: Donvaon Frankenreiter
  • Green Day: American Idiot
  • Die fantastischen Vier: Viel
  • William Shatner: Has Been

Songs des Jahres waren für mich unter anderem folgende (ebenfalls ohne Reihenfolge und ohne Gewähr):

  • OutKast: Hey Ya!
  • Beatsteaks: Hand in Hand
  • Phoenix: Everything is Everything
  • The Roots: Guns Are Drawn
  • Franz Ferdinand: Take Me Out
  • U2: Vertigo
  • The Killers: Somebody Told Me
  • Anajo: Ich hol dich hier raus
  • Prince: Musicology
  • The Cat Empire: The Chariot
  • Bernd Begemann & die Befreiung: Ich habe nichts erreicht außer dir
  • Jason Mraz: Curbside Prophet 04
  • Clueso: Wart mal
  • Katie Melua: Crawling Up a Hill
  • Jens Lekman: You Are the Light (By Which I Travel Into This and That)
  • Virginia Jetzt!: Liebeslieder
  • Joss Stone: Fell in Love With a Boy
  • Sophia: Oh My Love
  • Zero 7: Somersault (Dangermouse Remix)
  • Die fantastischen Vier: Troy

Bei Konzerten wird das ganze dann etwas einfacher, denn mehr als zwei Hände voll hab ich dieses Jahr gar nicht besucht. Und eigentlich waren alle Konzerte super. Besonders toll waren aber Funny van Dannen in Leipzig (endlich mal!!), Maroon 5 in Köln, Die Ärzte + Olli Schulz in Losheim und Bernd Begemann & die Befreiung in Trier. Und dann waren da aber natürlich auch noch die MTV Campus Invasion in Trier und 2x die Sportfreunde Stiller mit sehr tollen Support Acts (Ash, Nada Surf und The Crash), ein gemütliches kleines Clubkonzert von Miles und auch nochmal Die fantastischen Vier mit Clueso. Also eigentlich nur Highlights…

Kommen wir zu den Kinofilmen. Also ganz vorne stehen auf jeden Fall Die Unglaublichen, Shrek 2, Spider-Man 2 und I, Robot. Aber auch Der Wixxer und Kill Bill Vol. 2 waren sehr toll und gehören zu den besten Filmen die ich dieses Jahr gesehen habe (was ja noch nix heißt ;-) . Einzelheiten kann man ja auch nach wie vor im Weblog nachlesen.

So, diese Listen könnte ich jetzt natürlich für alles mögliche fortführen, aber ich will ja auch keinen langweilen. Und außer für die Musiksachen und Kinofilme hab ich mir auch noch keine großen Gedanken gemacht. Also belasse ich’s erstmal hierbei.

Das wird mein letzter Eintrag im alten Jahr gewesen sein und ich wünsche hiermit allen nochmals einen guten Rutsch! Wir sehen uns im Jahr 2005!

 

Jetzt mal alle ganz schnell auf die Farin Urlaub-Seite. Noch bis 20 Uhr gibt’s da nämlich exklusiv den ziemlich okayen Popsong, der nicht auf dem neuen Album drauf sein wird. Also schnell runterladen, bevor er wieder im Datennirvana verschwindet. Eventuell müßt ihr n bisschen Geduld haben, da grad ziemlich viele Leute versuchen ihn runterzuladen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall! Bläser satt, die typischen Farin Urlaub Chöre, fette Gitarren und natürlich der obligatorischen Mosh-Part! So muß Weihnachten klingen :-)

Und Text + Akkorde gibt’s gleich mit dazu. So lob ich mir das :-)

 
24Dezember2004

Frohes Fest!

Schneemann

Ich wünsche allen Besuchern ein frohes und glückliches Weihnachtsfest und einen guten und erfolgreichen Start ins neue Jahr! Wir sehen uns spätestens 2005 (vielleicht aber auch schon früher) wieder…

 

Harald Schmidt Lange hab ich auf den Augenblick gewartet…Harald Schmidt ist zurück! Gestern abend verfolgten rund 5 Millionen Zuschauer seine Comeback-Sendung in der ARD. Ich muß sagen, dass ich etwas enttäuscht war. So ganz konnte er meiner Meinung nach nicht an die Harald Schmidt Show auf SAT.1 anschließen. Da wär zum einen das neue Studio…spießiger geht’s ja kaum. Der Band fehlt irgendwie auch der letzte Feinschliff, oder ist es einfach nur die ungewohnte neue Titelmelodie. Immerhin die Eröffnugn mit “Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit Harald Schmidt” fand ich ganz originell. Also vom Rahmen her müsste man auf jeden Fall noch einiges ändern damit ich mich wieder “zu Hause” fühle. Ganz zu schweigen von Haralds neuem Aussehen..aber gut, das ist Geschmacksache, und ob ich das jetzt schlimmer finden soll als die Frisur von 92… Ach, ich denke da gewöhnt man sich schon dran :)
Also erstmal finde ich’s schön dass Harald wieder da ist. Allerdings vermisse ich schon jetzt schmerzhaft die Interviews, die für mich auch immer ein Highlight der Sendung waren. Und wenn alles wirklich so ruhig bleibt wie es gestern angefangen hat, dann hoffe ich nicht einzuschlafen. Also nen Zahn zulegen dürfte er gerne. Auch wenn er älter geworden ist, muss er ja nicht schon nach zwei Minuten zu seinem Pult gehen, sich setzen und nicht mehr aufstehen. Aber da ja Weihnachten ist, will ich da mal drüber hinweg sehen. Und irgendwie freu ich mich dann doch aufs neue Jahr, wenn die Show richtig losgeht. Komprimiert auf 30 Minuten, immer mittwochs und donnerstags um 23.00 Uhr. Vielleicht war’s gestern auch einfach zu früh für Late Night.. Ganz sicher sogar..

 

Sportfreunde Stiller

Dies wird meine erste Konzertkritik anhand von kleinen Audiomemos, die ich mit dem Handy aufgenommen habe, werden. So hoffe ich möglichst wenig zu vergessen. Mal schauen wie gut es klappt…

Los ging es gegen kurz nach 19 Uhr vor der Messeparkhalle in Trier. Eine Riesenschlange vor der Halle. Es ist kalt. Normaler Zustand für die Messeparkhalle. Bei quasi allen Konzerten in der Messeparkhalle, an die ich mich erinnern kann, war es vor dem Konzert eiskalt und man stand mindestens ne halbe Stunde in der Schlange, obwohl man schon eine Karte hatte. Warum sollte das also heute Abend anders sein…

Immerhin waren wir dann pünktlich zum Konzertbeginn um 20.00 Uhr in der Halle. Und dann ging es auch gleich los. Vorgruppe war dieses Mal Ash, und die haben sehr ordentlich gerockt. Wie man auch schon auf der letzten Platte gemerkt hat, haben Ash zwar immer noch sehr poppige und eingängige Melodien, allerdings wurde es auch immer rockiger. Und dass Ash richtig abrocken können, haben sie dann auch bewiesen. An die Setlist kann ich mich leider nicht mehr so richtig erinnern, es wurde aber glaub ich viel vom neuen Album gespielt (also so fern man das bei nem 40-minütigen Auftritt überhaupt sagen kann). “Orpheus” war live noch ne Spur druckvoller als auf Platte und zum Abschluß gab’s natürlich auch noch den Hit “Burn Baby Burn”. Oh, aber vorher gab’s noch eine Überraschung: bei “Oh Yeah” gab’s nämlich Unterstützung von Peter von den Sportfreunden, der Gitarre spielte und eine Strophe sang. Der Gesang und vor allem das Englisch waren jetzt nicht besonders toll, aber charmant wie immer, und wie heißt’s so schön in “1. Wahl”: “Wir können auch nicht singen, haben wir auch nie gesagt” ! :-) Nach 40 Minuten war der Auftritt leider schon viel zu früh zu Ende. Aber egal, es hat ordentlich gerockt und es gab keine Durchhänger :-)

Als ich in der Umbaupause dann mal kurz meine Ohrenstöpsel draußen hatte, war ich mir auf einmal nicht mehr so sicher ob ich die wegen der lauten Musik reingemacht hatte oder wegen dem Kreischen der Mädels. Das war echt schlimm…sind wir denn hier auf dem Kindergeburtstag? Auch später konnte man immer wieder schön sehen wie sich die kleinen Mädchen erst vorne verausgabten, dann irgendwann keine Luft mehr bekamen und schließlich wieder reihenweise nach hinten gegangen sind, um einem die Ohren vollzukreischen. Da man von hinten aber nix sieht, ging dann bald wieder eine Karawane noch vorne. Bis die Luft weiter vorne wieder eng wurde. Ein schönes kommen und gehen :) Oh, und wo wir grade bei den Fans sind…ich hab heute den unrhythmischsten Menschen gesehen, den man sich vorstellen kann. Nicht mal einen Musikantenstadel-auf-dem-Takt-Mitklatschen hat der hinbekommen…die ersten zwei zu früh, denn kurz gezögert, die nächsten beiden auch versemmelt..also entweder hat der was ganz anderes gehört als alle andere oder ich weiß es auch nicht. Sehr sehr seltsam…

Aber kommen wir zum Auftritt der Sportfreunde. Nachdem ich sie ja schon im Mai gesehen hatte und mir auch die Live CD angehört habe, hab ich ein ähnliches Konzert erwartet, wurde aber richtig überrascht. Nicht mal das bekannte “Die gute Seite” Intro ist geblieben..nein heute ging es mit einem Disco/Funk-Stück los, das aber zumindest ne kleine Melodie hatte die sehr nach dem “Die gute Seite” Riff klang. War auf jeden Fall schonmal prima geeignet um sich einzuwippen :)
Los ging’s dann auch nicht mit “Im Namen der Freundschaft” wie auf der letzten Tour, sondern mit dem alten Klassiker “Wellenreiten”. Und somit kochte die Halle ab der ersten Minute :-) Es folgten die größten Hits der bisherigen Alben, neues und altes gut durchmischt. Wobei man gemerkt hat dass das insgesamt doch sehr junge Publikum nur bei den Sachen vom neuen Album wirklich textsicher war. Aber das macht ja auch nix, die Stimmung bei den Sportis war wie immer auch bei diesem ersten Konzert in Trier super.
Da die Setlist zumindest von der Songauswahl doch sehr ähnlich war wie z.B. auch auf der aktuellen Live CD, beschränke ich mich im weiteren auf die Besonderheiten. Zum einen musste sich der Ash-Gitarrist noch revanchieren für das Feature von Peter bei “Oh Yeah”. Und das geschah dann ganz unerwartet in “Ich, Roque”. Auf einmal stand er einfach mit auf der Bühne, spielte die zweite Gitarre und legte mal eben ein ziemlich cooles Gitarrensolo hin, welches der Peter so wahrscheinlich nicht hinbekommen hätte :-) Aber dafür hat der ja andere Qualitäten, z.B. als Rapper ;-) So wurde dann auch halb improvisiert ein 1a Freestyle dargeboten…naja, es war auf jeden Fall gut gemeint und lustig :)
Ansonsten wurden heute ziemlich viele Coverversionen gespielt, was ich so gar nicht von den Sportfreunden gewohnt bin. Ich war positiv überrascht. Los ging’s mit “Ich war noch niemals in New York” von Udo Jürgens. Das wurde mal eben ans Ende von “Dirk, wie ist die Luft dort oben?” gepackt. Hat sehr gut gepasst und die Fans waren textsicher (vielleicht noch vom letzten Kindergeburtstag? ;-) . Und vor “7 Tage, 7 Nächte” gab’s ganz kurz angespielt “Narcotic” von Liquido…kennt das noch einer? :)
Mitten in “1. Wahl” hatte Peter plötzlich Lust auf ein Schlagzeugsolo, also musste Flo ran. Sowas hab ich auch noch nie gehört und vor allem gesehen. Erst fing er ganz leise und langsam auf den Becken an, dann stand er plötzlich auf der Bassdrum, hat sich vorne rüber gebeugt, und selbige mit einem Stick bearbeitet, während er mit dem anderen Stick noch auf den Becken rumfitschelte. Und so ist er freudig über sein Schlagzeug geklettert und hat komische Sachen gemacht. Zum Abschluß noch ein kleines “Backensolo” am Mikrofon. 10 Punkte für die Kreativität des Solos!!
Im ersten Zugabenteil wurde es dann plötzlich ruhig, fast unplugged, wäre da nicht noch die E-Gitarre von Rüde gewesen. Na gut, die Drumpads vom Flo brauchten auch Strom, aber immerhin hatte der Peter ne Akustikgitarre um :) Und erstmal spielte der Flo ja auch brav seine Melodika und die drei gaben “Andere Mütter” zum Besten. “Wenn ein Mensch lebt”, wie auf der letzten Tour, gab es leider nicht, dafür wurde aber eins meiner absoluten Lieblingslieder gespielt: “Wonderwall” von Oasis. Leider nur die ersten beiden Strophen + Refrain, und teilweise falsche Akkorde, aber egal. Das Lied ist einfach nur toll! Vor der “Guten Seite” gab’s noch ein recht lustiges Drumpadsolo: Gruselgeräusche und lustige Sounds die scheinbar aus Nase, Ohren und Kopf kamen. Klingt jetzt vielleicht doof, war aber wirklich lustig :-)
Im nächsten Zugabenblock gab es dann auch noch weiteres interessantes zu hören. Zunächst einmal wechselten Peter und Flo die Rollen, d.h. der Schlagzeuger spielte auf einmal Gitarre und sang, und der Sänger spielte auf einmal Schlagzeug, und das gar nicht mal schlecht. Respekt! Das Lied kannte ich leider nicht, aber wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine B-Seite der drei. Danach dann noch eine Coverversion: “Gratitude” von den Beastie Boys vom “Check Your Head” Album. Ungewohnt, aber gut :-)
Nach drei Zugabenblöcken endete das Konzert nach knappen 2 Stunden mit dem obligatorischen “Spitze”. Doch auch das war wieder etwas anders als sonst und endete gleich in zwei Coverversionen. Zuerst “Troy” von den fantastischen Vier, die ja erst Anfang der Woche in Trier gespielt haben, und dann noch ein deutscher Text zur Melodie von “Hey Ya!” von Outkast. Ein perfekter Abend geht zu Ende und ich muß natürlich Höchstwertung vergeben. Die Sportfreunde haben sich mal wieder selbst übertroffen…

Bewertung: 6 von 6

 

Die fantastischen Vier

Fanta 4 live. Das zweite Mal für dieses Jahr, nachdem sie im Sommer schon auf der MTV Campus Invasion gespielt haben. Und auch wenn das neue Album “Viel” nicht so ganz an die “4:99” anschließen kann, so haben sie live auf jeden Fall gerockt. Doch fangen wir vorne an…
Zum ersten Mal durfte ich ein Konzert von einem Sitzplatz aus erleben. Man wird ja doch langsam alt ;-) Nee, aber im Ernst, ich wollte das einfach mal ausprobieren wie es ist, nicht mitten in der Menge zu stehen und einen guten Blick über das Geschehen zu haben. Und im Nachhinein kann ich nur sagen dass es wirklich was ganz anderes ist. Diese Enge und der Schweiß inmitten der Menschen bleibt aus. Man sieht alles, der Klang ist besser als ganz vorne, man versteht die Ansagen und die Texte, es ist einfach anders. Und sich bewegen, mitsingen und mittanzen kann man auch prima auf den Rängen, denn gesessen hat spätestens nach der Hälfte des Konzerts wirklich niemand mehr.
Los ging es mit dem Four Music Support Act Clueso, auf den ich ja schon Mitte des Jahres durch sein grandioses Album “Gute Musik” aufmerksam geworden bin. Jetzt war ich natürlich gespannt ob die Energie von der Platte auch auf die Bühne bringen kann…um es kurz zu machen: er kann! Ebenfalls mit kompletter Band am Start hat er es geschafft Trier in seinen Bahnn zu ziehen. Das Publikum ging von der ersten Minute an mit, denn es gab einfach “gute Musik” zu hören. Leider kannte ich viele von den gespielten Titeln gar nicht, obwohl ich doch das aktuelle Album hat. Und auf dem alten ist scheinbar auch nur eins der Stücke. Also gab es wohl sogar ein paar neue Stücke zu hören. Fein fein :-) Wenn alles gut geht wird es morgen auf seiner Seite einen Eintrag zum Trierer Konzert in seinem Tourtagebuch geben. Also vielleicht einfach mal reinschauen :-)
Nach einer knappen 3/4 Stunde war Clueso dann leider schon vorbei. Aber man mußte nicht lange warten, und schon stürmten die fantastischen Vier mit einem Oldschool-Medley die Bühne. Versammelt um einen Plattenspieler gaben sie Jetzt paßt auf, 45 Fieber und Jetzt geht’s ab vom Debütalbum zum besten. Danach sprang man sofort in die Neuzeit mit Bring it back und Geboren. Danach hab ich irgendwann den Überblick verloren was wann gespielt wurde. Allerdings gab es natürlich viel vom neuen Album, also z.B. noch Jede Generation, Leben zu zweit und sogar den Spaß-Reggae Keine Lösung. Sehr gut gefallen hat mir Sommerregen, das kam richtig tief und atmosphärisch rüber und hat meiner Meinung nach das Zeug dazu, Tag am Meer im Set abzulösen (was aber natürlich trotzdem gespielt wurde :-) . Pipis und Popos gefällt mir erstaunlicherweise auch immer besser. Fand das am Anfang ja sehr doof, aber wenn man’s öfters hört und dann grade auch noch live..also irgendwie hat’s was. Mittelpunkt der Show war ein Medley aus Mein Schwert und Krieger – die dunkle Halle in Grüntöne getaucht und Thomas D wie immer mit freiem Oberkörper alleine auf der Bühne. Live auf jeden Fall ein Highlight. Und man merkt wieder wie vielseitig die Vier doch sind. Gerade noch Oldschoolrap, dann schon wieder spaßige Sachen oder auch gerne Atmosphärisches mit tiefgehenden Texten, es wird wirklich nie langeweilig. Sogar deftige Rockklänge mußte man nicht missen, so gab es Genug ist genug in bester Megavier-Tradition als …naja, wie sagt man denn heute dazu…früher hieß das mal Crossover, ach egal halt Rap über hartem Rockbeat mit verzerrten Gitarren :-) Bei Klassikern wie Sie ist weg, Le Smou, Der Picknicker oder MfG hat die Halle gekocht. Zum Abschluß des regulären Konzerts gab’s wie gewohnt Tag am Meer.
Dann noch ein kleiner, aber feiner Zugabenteil und das Konzert war nach zwei Stunden am Ende. Ein energisches und gefeiertes Populär, dann noch ein ziemlich langes Medley, bestehend aus Ich muß, zwei Strophen Frohes Fest (welches eigentlich auf dem Index steht, aber sei’s drum ;-) und Böse, bei dem die Fantas zeigen konnten dass sie eben dies auch sein können, nämlich böse, und zum Abschluß natürlich ihren “Comeback”-Hit Troy, der live einfach ohne Ende rockt. Ja und dann war auf einmal wieder alles vorbei. Insgesamt drei Stunden HipHop vom Feinsten. Die Zweifel, dass das neue Album vielleicht live nicht so gut funktionieren könnte, wurden schnell beseitigt. Bis auf zwei Stücke wurde des komplett gespielt und hat sich ziemlich gut in das Set eingefügt, auch wenn der Jubel bei den älteren Stücken natürlich noch größer war. Aber ich denke zumindest Troy, Sommerregen und Mein Schwert sind schon jetzt Fanta 4 Klassiker die nicht mehr aus dem Programm wegzudenken sind. Ich bin auf die Live DVD gespannt die irgendwann im nächsten Jahr von dieser Tour herauskommen wird…

Bewertung: 6 von 6

 
09Dezember2004

Die Unglaublichen

Die Unglaublichen, der neueste Streich von Pixar, ist für mich definitiv der Film des Jahres. Allerfeinste Computeranimationen gepaart mit viel Witz und Charme. Einziges Manko sind wohl die deutschen Synchronstimmen wie Kai Pflaume und Markus Maria Profitlich. Nicht wirklich schlecht, aber an die Originalstimmen kommt die deutsche Version bestimmt nicht ran. Ansonsten darf man aber endlich mal einen richtig tollen actiongeladen Animationsfilm (übrigens mit 120 Minuten der bisher längste computeranimierte Film) bestaunen, den es so noch nicht gegeben hat. Denn bisher gab es ja von Pixar eigentlich noch keine Filme, in denen überwiegend bzw. ausschließlich Menschen vorkommen. Speziell für diesen Zweck wurden Programme geschrieben, die die genaue Modellierung von Personen ermöglicht. Und die Personen wirken wirklich sehr realistisch, natürlich als computeranimiert erkennbar, aber doch in einer bisher nicht gekannten Detailverliebtheit. Jetzt könnte man ja eigentlich noch mehr Filme dieser Art erwarten, doch im nächsten Pixar-Film, der eventuell schon im nächsten Sommer in die Kinos kommt, gibt es keine Menschen mehr, sondern sprechende Autos. Der erste Trailer ist draußen und ich bin gespannt…
In der Form der Unglaublichen würde ich mir auch andere Superhelden-Filme wünschen, denn in der Animation hat man einfach mehr Möglichkeiten und als Zuschauer nimmt man den Helden mehr Sachen ab als bei einer Realverfilmung und die Nähe zum Comic wäre auch eher gegeben. Also ich könnte mir das auf jeden Fall sehr gut vorstellen. Und wer weiß, vielleicht war das ja wirklich der Start einer Reihe von Superhelden-Animationsfilmen.

Der Vorfilm Ein Schaf von der Wolle’ mit einem hüpfenden Schaf ist übrigens auch sehr toll und eine prima Einstimmung auf den Hauptfilm. Bei Pixar gibt’s einen kleinen Ausschnitt…

Bewertung: 6 von 6