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11:20 pm
Kurztest des neuen iPod 4G

Seit letztem Montag bin ich stolzer Besitzer eines neuen iPod der vierten Generation. Der iPod photo war mir dann doch etwas zu teuer. Meine paar Bilder die ich hab muss ich nicht ständig mit mir rumschleppen und nur für das zugegebenermaßen schöne GUI bin ich nicht bereit 100 Euro auszugeben. Hinzu kommt dass der iPod meistens eh in der Tasche steckt und ich so eh nichts von dem farbigen Display hätte. Das einzig reizvolle wäre also die nochmal erweiterte Akku-Laufzeit von 17 Stunden, aber die 12 Stunden der vierten Generation reichen mir völlig.
Nachdem ich den neuen iPod jetzt also schon eine Woche in Betrieb hatte, kann ich nur sagen dass ich sehr zufrieden bin. Im Vergleich zur zweiten Generation ist alles noch kleiner, runder und schicker geworden und der Akku hält auch gut 4 Stunden länger, was ich auch bestätigen kann. Das neue Clickwheel läßt sich sehr gut bedienen und auch die ins Clickwheel eingelassenen Knöpfe reagieren sehr gut und auch weiterhin prima durch die Jackentasche hindurch
Die Bedienung ist wie gehabt einfach, wenn auch einige Sachen nicht mehr ganz so offensichtlich sind. Beispielsweise das längere Drücken der mittleren Taste für On-the-Go-Playlisten (was eine sehr elegante Möglichkeit darstellt, sich unterwegs mal schnell eine Wiedergabeliste zusammenzustellen), oder während der Wiedergabe eines Titels zweimal drücken um einen Titel zu bewerten (was sehr sinnvoll werden könnte, bis jetzt hab ich’s aber noch nicht wirklich gebraucht, da ich den iPod wie gesagt meistens in der Tasche habe) oder dreimal drücken um die Wiedergabegeschwindigkeit von Hörbüchern ändern zu können (was wirklich sehr gut und in einem gewissen Rahmen auch ohne hörbare Qualitätseinbußen funktioniert). Die letzten Funktionen mußte ich allerdings wirklich erst im Handbuch nachschlagen da sie keinesfalls offensichtlich waren. Jedoch bin ich froh dass man das Interface nicht weiter verkompliziert hat. Und wenn man einmal weiß wie man die Zusatzfeatures erreicht, stellt das ganze auch kein Problem mehr dar und wirkt auch intuitiv.
Was mir sehr gut gefällt ist die Möglichkeit sich die Menüs selbst zusammenzustellen. So kann man den iPod wirklich nach seinen Wünschen gestalten.
Passend zum neuen iPod wollte ich auch mal die neuen iPod In-Ear Headphones ausprobieren und mein erster Eindruck ist durchweg positiv. Es ist zwar eine kleine Umstellung, da die Ohrhörer tiefer ins Ohr gesteckt werden als normale und dementsprechend auch mehr von der Umwelt isolieren. Insofern ist ein seltsames Gefühl wenn man keine Musik anhat. Aber wenn die Musik erst mal läuft wird man mit einem druckvollen Klang belohnt. Da die Ohrhörer jedoch recht empfindlich sind, sollte man nicht zu sehr mit dem Kabel wackeln, da man dies direkt in den Ohren hört.
Zum Abschluß meines Kurztests noch ein paar Kritikpunkte die ich nicht verschweigen möchte. Ich finde es sehr schade dass Apple das Zubehör immer mehr abspeckt. Bei meinem iPod der zweiten Generation gehörten noch zwei (!!) Taschen und eine Fernbedienung zum Lieferumfang, mittlerweile findet man keinerlei Zubehör mehr. Tasche und Fernbedienung müssen extra erstanden werden. Und zumindest eine Tasche hätte man dem guten Stück schon beilegen können. Weiterhin schade ist, dass der iPod keine genormte FireWire-Schnittstelle mehr besitzt. Dies wird wohl damit zu tun haben, dass der iPod mittlerweile sowohl über USB2 als auch FireWire betrieben werden kann, führt aber dazu dass man immer das spezielle iPod-Firewire-Kabel mit sich führen muss und mit einem normalen 6-poligen FireWire-Kabel nicht sehr weit kommt. Zudem werd ich mir jetzt noch ein normales FireWire-Kabel zulegen müssen um bequem Daten zwischen zwei Rechnern austauschen zu können. Da war das vorherige FireWire-Kabel einfach universeller einsetzbar…
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