Bevor ich es ganz vergesse hier noch schnell der Bericht zum grandiosen Miles Konzert im Kosmoshaus in Leipzig. Radio Mephisto hatte Geburtstag und deshalb gab’s Miles für ein paar Euro. Ja was soll ich viel erzählen, Miles waren einfach super, nur war der ganze Auftritt natürlich viel zu kurz. Da wäre mal besser die Vorgruppe Lee Baby Sims zu Hause geblieben. Eine Lokalband aus Leipzig, die musikalisch gar nicht mal soo schlecht war, obwohl sie immer wieder versucht haben in jeden Song so viel wie möglich reinzufrickeln, es dann aber doch nie so richtig überzeugend hingekriegt haben. Das hätte aber niemanden gestört wenn da nicht dieser seltsame Sänger gewesen wäre. Also Gesang darf man sowas eigentlich gar nicht nennen. Und als er dann noch anfing Geräusche wie ein Modem kurz vorm durchbrennen zu machen…naja, lassen wir das und kommen lieber zu Miles.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mich auf einen schönen, aber ruhigen Abend eingestellt. Und wenn man wie ich bisher nur die Platten kannte, wie sollte man dann erwarten dass die auch richtig rocken können? Also ich hätt’s nicht gedacht, aber der Auftritt hat mich dann doch sehr überzeugt. Ab dem ersten Song volles Brett. Gitarre, Schlagzeug, Bass, fertig. Und der Tobias kann auch richtig schön rauchig singen, wenn er denn mag. Nur auf Platte mag er wohl nicht. Schade eigentlich… Höhepunkt war dann zum Schluß “Astronaut without a cause” im akustischen Gewand. Nur Klavier und Gesang und dann erst zum Schluß grosses Finale mit der kompletten Band. Die machte übrigens auch einen sehr symphatischen Eindruck, mal ausgenommen von dem etwas schmierig-gegelten Gitarristen. Aber naja, der ist bestimmt sonst auch ganz nett
An Besonderheiten gab’s noch eine tolle Coverversion von den Undertones – Teenage Kicks nämlich. Als Tribut an den kürzlich verstorbenen Rocco Clein. Und dann auch noch ein Stück vom kommenden Album: Adore. Textlich und musikalisch nicht weltbewegend, aber sehr eingängig im typischen Miles Stil, und es hat sich gut ins Programm eingepasst.
Soo, und jetzt kann ich nur nochmal betonen dass es ganz ganz ganz ganz ganz ganz toll war, und dass man sich Miles unbedingt mal live anschauen sollte, wenn sie in der Nähe sind!
Bewertung: 6 von 6